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Trockendampfverfahren

Reinigung und Desinfektion mit überhitztem Dampf — 140 bis 160 Grad, nahezu trocken, ohne Chemie. Wir setzen Trockendampf seit Jahren dort ein, wo Hygiene keine Kompromisse erlaubt und chemische Rückstände nicht akzeptabel sind: in der Lebensmittelproduktion, an Produktionsanlagen, in der Oberflächenvorbereitung und überall dort, wo Oberflächen sofort wieder nutzbar sein müssen.
HACCP-zertifiziert · Seit Jahren im Einsatz · 140–160°C
HACCP-zertifiziert
Seit Jahren im Einsatz
140–160°C

Was ist Trockendampfverfahren?

Trockendampf entsteht, wenn Wasser unter Druck auf 140 bis 160 Grad erhitzt wird. Der Dampf enthält weniger als fünf Prozent Restfeuchtigkeit — er ist heiß genug, um Keime, Bakterien und Viren abzutöten, aber trocken genug, dass Oberflächen sofort wieder nutzbar sind.
Der Unterschied zu herkömmlicher Dampfreinigung: Kein stehendes Wasser, keine Pfützen, keine Trocknungszeit. Die Hitze erledigt, was sonst Chemie übernehmen müsste — und hinterlässt keine Rückstände, die in Lebensmittelbereichen zum Problem werden.
Bei 6 bis 10 bar Druck dringt der Dampf in Ritzen, Fugen und schwer zugängliche Stellen ein. Biofilme, die sich über Monate aufgebaut haben, werden thermisch zersetzt. Was übrig bleibt, wird abgesaugt oder abgewischt — nicht verteilt.

Warum dieses Verfahren?

Einsatzfähig bei laufender Produktion. Kein Sprühnebel, keine chemischen Dämpfe, keine Kontaminationsgefahr für umliegende Bereiche. Trockendampf lässt sich abschnittsweise einsetzen — zwischen Chargen, während Schichtwechseln, im geplanten Wartungsfenster. Für Produktionsbetriebe heißt das: Reinigung ohne Stillstand, ohne Evakuierung, ohne Wartezeit.
Desinfektion ohne Chemie. Die Temperatur allein reicht für 99,9 Prozent Keimreduktion. Keine Einwirkzeiten, keine Ausspülphasen, keine Rückstände auf Kontaktflächen. Für Lebensmittelbetriebe bedeutet das: Reinigung, die HACCP-Anforderungen unterstützt, ohne zusätzliche Dokumentation für Chemikalieneinsatz.
Sofort trocken. Weniger als fünf Prozent Restfeuchtigkeit heißt: Oberflächen sind in Minuten wieder einsatzbereit. Keine Wartezeit, bis der Boden trocknet. Keine Rutschgefahr. Keine Korrosion an empfindlichen Maschinenteilen.
Schonend für Oberflächen. Trockendampf arbeitet mit Wärme, nicht mit mechanischer Kraft. Dichtungen, Kunststoffe und empfindliche Beschichtungen bleiben intakt — vorausgesetzt, sie sind für die Temperatur ausgelegt. Bei Edelstahl, Fliesen und den meisten Industrieoberflächen ist das kein Thema.

Wo wir Trockendampfverfahren einsetzen

Wir arbeiten seit Jahren mit Trockendampf — in der Lebensmittelproduktion, an Industrieanlagen, in Großküchen und überall dort, wo Hygiene dokumentiert werden muss und chemische Rückstände nicht akzeptabel sind:

Industrie & Produktion

Entfettung von Maschinen und Anlagenteilen

Industriefette, Öle und Schmierstoffrückstände an Produktionsmaschinen, Getrieben und Werkzeugen. Trockendampf löst, was sich über Monate aufgebaut hat — ohne Lösungsmittel, ohne Demontage, ohne Rückstände, die vor der Wiederinbetriebnahme beseitigt werden müssten.
→ Mehr erfahren: Maschinenreinigung

Oberflächenvorbereitung vor Lackierung und Beschichtung

Metalloberflächen und Bauteile, die vor einer Neubeschichtung rückstandsfrei sein müssen. Chemische Entfetter hinterlassen selbst Rückstände — Trockendampf nicht. In der Automobil- und Fertigungsindustrie setzen wir das Verfahren dort ein, wo Sauberkeit die Voraussetzung für Haftung ist.
→ Mehr erfahren: Industriereinigung

Teile- und Werkzeugreinigung in der Fertigung

Gussformen, Spritzgusswerkzeuge, Fertigungsvorrichtungen und Einzelteile — Produktionsrückstände thermisch gelöst, ohne die Maßhaltigkeit zu verändern. Dort, wo mechanische Reinigung zu aggressiv und chemische Reinigung zu aufwändig in der Entsorgung wäre.
→ Mehr erfahren: Teilereinigung

Reinraumnahe Bereiche und kontrollierte Umgebungen

Schleusen, Übergangszonen und produktionsnahe Flächen, die regelmäßig dekontaminiert werden müssen — ohne Partikelbelastung durch Reinigungsmittel oder Sprühnebel. Trockendampf hinterlässt nichts außer einer sauberen Oberfläche und erzeugt keinen zusätzlichen Dokumentationsaufwand für Chemikalieneinsatz.
→ Mehr erfahren: Industriereinigung

Lebensmittel & Hygiene

Maschinenreinigung in der Lebensmittelproduktion

Produktionsanlagen, Förderbänder, Verpackungsmaschinen, Abfüllanlagen. Trockendampf entfernt Produktrückstände, Fette und Biofilme, ohne dass die Anlage komplett demontiert werden muss. Die Reinigung kann oft im laufenden Betrieb erfolgen — abschnittsweise, zwischen Chargen, während der Schichtwechsel.
→ Mehr erfahren: Maschinenreinigung

Großküchen und Gastronomiebetriebe

Kombidämpfer, Friteusen, Arbeitsflächen, Dunstabzüge. Eingebrannte Fette, die sich über Wochen akkumuliert haben, lösen sich unter Hitze. Die Hygiene-Inspektion sieht danach, was sie sehen will: saubere Oberflächen, keine chemischen Rückstände, dokumentierte Desinfektion.
→ Mehr erfahren: Trockendampfreinigung

Ist Trockendampfverfahren das richtige Verfahren?

Sinnvoll bei:

Entfettung vor Beschichtung oder Lackierung. Metalloberflächen, die rückstandsfrei sein müssen, bevor eine neue Schicht aufgebracht wird — ohne Lösungsmittel, ohne Entsorgungsaufwand.

Produktionsanlagen mit kurzen Wartungsfenstern. Wenn die Anlage zwischen Chargen oder im Schichtwechsel gereinigt werden muss und keine Zeit für Trocknungsphasen oder chemische Einwirkzeiten bleibt.

Dokumentationspflichtige Umgebungen. GMP, IATF 16949, IFS — überall, wo der Reinigungsprozess nachweisbar sein muss und der Verzicht auf Chemie den Dokumentationsaufwand reduziert.

HACCP-Anforderungen. Lebensmittelbetriebe, Großküchen, Catering — überall, wo Hygieneprotokolle eingehalten werden müssen und chemische Reinigungsmittel dokumentationspflichtig sind.

Hygienebereiche mit Rückstandsverbot. Produktionsbereiche, in denen Chemikalien nicht akzeptabel sind. Trockendampf hinterlässt nichts außer einer sauberen Oberfläche.

Biofilme und organische Ablagerungen. Fettschichten, eingebrannte Rückstände, schwer zugängliche Fugen. Die Hitze löst, was Hochdruck nur verteilen würde.

Weniger geeignet bei:

Mechanischer Oberflächenabtrag. Trockendampf reinigt und entfettet, trägt aber kein Material ab. Für die Entfernung von Rost, Farbe oder Beschichtungen setzen wir Vakuumstrahlverfahren ein.

Hitzeempfindliche Kunststoffe. Thermoplastische Dichtungen, PVC-Oberflächen, empfindliche Beschichtungen — 140 bis 160 Grad verformen, was nicht dafür ausgelegt ist.

Empfindliche Elektronik. Schalttafeln, Steuerungen, Sensoren. Die Restfeuchtigkeit ist gering, aber nicht null. Für diese Einsätze nutzen wir Trockeneisstrahlverfahren.

Große Flächen mit geringer Verschmutzung. Trockendampf ist präzise, aber nicht schnell. Für Hallenflächen oder großflächige Grundreinigungen setzen wir Hochdruckreinigung ein.

Welches Verfahren stattdessen?

Nicht jeder Einsatz verlangt Trockendampf. Manchmal passt ein anderes Verfahren besser — oder eine Kombination.

Für empfindliche Elektronik, temperaturempfindliche Bauteile und Maschinen mit beweglichen Teilen setzen wir Trockeneisstrahlverfahren ein: rückstandsfrei, nicht abrasiv, elektrisch nicht leitend.

Für großflächige Hallenreinigungen, Fassaden oder Bereiche ohne besondere Hygieneanforderungen arbeiten wir mit Hochdruckreinigung — schneller und wirtschaftlicher auf großen Flächen.

Für mechanischen Oberflächenabtrag — Rost, alte Beschichtungen, Farbe — ohne Wasser und ohne Chemie kommt Vakuumstrahlverfahren zum Einsatz.

Häufige Fragen

Ist das Verfahren für die Automobilindustrie geeignet?

Ja. Wir setzen Trockendampf in der Oberflächenvorbereitung und Entfettung ein — dort, wo IATF 16949 rückstandsfreie Prozesse fordert und chemische Entfetter zusätzlichen Dokumentationsaufwand erzeugen.

Wie dokumentieren Sie die Reinigung?

Über unser PlanD-System. Jeder Einsatz wird digital protokolliert — Fläche, Verfahren, Ergebnis. Für Audits und QM-Dokumentation stellen wir Nachweise bereit, die Ihre bestehende Dokumentation unterstützen.

Eignet sich Trockendampf für die Reinigung vor einer Neubeschichtung?

Ja — Trockendampf entfettet rückstandsfrei. Für Oberflächen, die anschließend lackiert oder beschichtet werden, schafft das die notwendige Grundlage ohne Lösungsmittel. Wenn zusätzlich ein definiertes Rauheitsprofil benötigt wird, kombinieren wir Trockendampf mit Vakuumstrahlverfahren.

Können Sie während unserer Produktion reinigen?

Ja. Wir arbeiten abschnittsweise und stimmen uns mit Ihren Betriebsabläufen ab.

Wie schnell ist die Oberfläche wieder nutzbar?

Sofort bis wenige Minuten. Die geringe Restfeuchtigkeit verdunstet schnell. Keine Trocknungszeit, keine Warteperiode.

Was kostet das?

Wir kalkulieren projektbezogen nach Fläche, Verschmutzungsgrad und Zugänglichkeit. Nach einer Besichtigung erhalten Sie ein Festpreisangebot.

Wie kurzfristig können Sie eingesetzt werden?

Reguläre Einsätze planen wir innerhalb weniger Tage. Einen 24-Stunden-Notdienst bieten wir nicht an — aber für dringende Fälle finden wir Lösungen.
hello world!

Über uns

PUR Betriebshygiene arbeitet seit 1985 in der Industriereinigung. Trockendampf gehört seit Jahren zu unserem Verfahrensspektrum — wir setzen es überall dort ein, wo unsere Kunden Hygiene nachweisen müssen und chemische Reiniger keine Option sind.
Unser Equipment ist HACCP-zertifiziert durch die Gesellschaft für Arbeitshygiene. Wenn Sie uns rufen, kommt ein Team, das die Anforderungen Ihrer Branche kennt — und das weiß, wann Trockendampf die richtige Wahl ist und wann ein anderes Verfahren besser passt.

Hygieneanforderungen, die keine Kompromisse erlauben?

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