Reinigung mit gefrorener Kohlensäure bei minus 79 Grad – ohne Wasser, ohne Chemie, ohne Rückstände.
Nicht leitfähig
Rückstandsfrei
Trocken
Was ist Trockeneisstrahlverfahren?
Trockeneisstrahlverfahren nutzt CO₂-Pellets, die mit Druckluft auf die Oberfläche beschleunigt werden. Bei minus 79 Grad trifft das Trockeneis auf die Verschmutzung – es entsteht ein Thermoschock, der die Schmutzschicht versprödet. Gleichzeitig dringen die Pellets in die entstehenden Mikrorisse ein und sublimieren schlagartig: aus fest wird gasförmig, das Volumen vergrößert sich um das 700- bis 1000-fache. Die Verschmutzung löst sich vom Untergrund, ohne dass dieser beschädigt wird.
Was bleibt? Nur der gelöste Schmutz – kein Strahlmittel, kein Wasser, keine chemischen Rückstände. Das Trockeneis selbst ist nach dem Kontakt verschwunden.
Warum dieses Verfahren?
Drei Eigenschaften machen Trockeneisstrahlverfahren für bestimmte Einsätze unverzichtbar:
Nicht leitfähig. Die Reinigung kann an stromführenden Anlagen erfolgen, z.B. Produktionssteuerungen – sie müssen nicht abgeschaltet werden. Für Rechenzentren und ESD-sensible Umgebungen ist das oft der entscheidende Faktor.
Rückstandsfrei. Kein Strahlmittel bleibt zurück, das entsorgt oder aus Maschinen entfernt werden müsste. In der Lebensmittelproduktion bedeutet das: keine Kontaminationsgefahr, HACCP-Anforderungen werden unterstützt.
Trocken. Kein Wasser, keine Feuchtigkeit, keine Trocknungszeit. Elektronik wird nicht gefährdet, Korrosion ist kein Thema, die Anlage ist sofort wieder einsatzbereit.
Wo wir Trockeneisstrahlverfahren einsetzen
Wir haben dieses Verfahren gezielt für Einsatzbereiche erschlossen, in denen unsere Kunden bisher auf unbefriedigende Kompromisse angewiesen waren:
Rechenzentrum Reinigung
Doppelböden, Kühlsysteme – Umgebungen, in denen Wasser keine Option ist und Abschaltung teuer wird. Trockeneisreinigung ermöglicht Reinigung im laufenden Betrieb ohne ESD-Risiko.
Elektronische Baugruppen, Steuerungsanlagen – überall dort, wo elektrostatische Entladung Schäden verursachen kann. Das nicht leitfähige Verfahren eliminiert dieses Risiko.
Produktionsanlagen, Förderbänder, Verpackungsmaschinen – wo chemische Rückstände nicht toleriert werden können und Hygienestandards lückenlose Dokumentation fordern.
Ist Trockeneisstrahlverfahren das richtige Verfahren?
Sinnvoll bei:
Elektronik und stromführenden Anlagen
Umgebungen mit strengen Hygieneauflagen (HACCP, GMP-unterstützend)
Maschinen, die nicht demontiert werden können oder sollen
Situationen, in denen Wasserverwendung ausgeschlossen ist
Anlagen, die schnell wieder in Betrieb gehen müssen
Weniger geeignet bei:
Großflächigen Reinigungen ohne besondere Anforderungen an Rückstandsfreiheit – dort sind andere Verfahren wirtschaftlicher
Tief eingedrungenen Verschmutzungen, die mechanische Vorarbeit erfordern
Oberflächen, die empfindlich auf Kälteschock reagieren
Wenn Sie unsicher sind, welches Verfahren für Ihre Situation passt: Wir beraten Sie ehrlich – auch wenn die Antwort ist, dass ein einfacheres Verfahren ausreicht.
Häufige Fragen
Können Sie während unserer Produktion reinigen?
In vielen Fällen ja. Trockeneisstrahlverfahren erzeugt keine Feuchtigkeit und keine leitfähigen Partikel. Ob eine Reinigung im laufenden Betrieb möglich ist, hängt von der konkreten Anlage und Ihren Sicherheitsvorschriften ab – das klären wir bei der Standortbegehung.
Welche Dokumentation liefern Sie?
Wir dokumentieren unsere Arbeit mit digitalen Arbeitsprotokollen über unser PlanD-System. Für Umgebungen mit Auditanforderungen erstellen wir Nachweise, die Ihre Qualitätssicherung unterstützen.
Ist Trockeneis nicht einfach "Sandstrahlen mit Eis"?
Nein. Beim Sandstrahlen bleibt abrasives Material zurück und muss entsorgt werden. Trockeneis sublimiert – es geht direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Es bleibt nichts zurück außer dem gelösten Schmutz.
Wie laut ist das Verfahren?
Trockeneisstrahlverfahren arbeitet mit Druckluft und ist dadurch nicht geräuschlos. Der Pegel ist vergleichbar mit anderen industriellen Reinigungsverfahren. Für lärmempfindliche Umgebungen stimmen wir Einsatzzeiten ab.
Wie kurzfristig können Sie eingesetzt werden?
Wir arbeiten regulär Montag bis Freitag, 8 bis 15 Uhr. Einsätze außerhalb dieser Zeiten sind nach Absprache möglich. 24-Stunden-Notdienst bieten wir nicht an – wenn Sie das brauchen, sind wir nicht der richtige Partner.
Über uns
PUR Betriebshygiene arbeitet seit 1985 in der Industriereinigung. Trockeneisstrahlverfahren ist eine Erweiterung unseres Leistungsspektrums – ein Verfahren, das wir gezielt für Kunden erschlossen haben, deren Anforderungen mit konventionellen Methoden nicht zu erfüllen waren.
Die Handhabung ist unserem Team vertraut: Die Prinzipien der Oberflächenreinigung, die Arbeit in sensiblen Produktionsumgebungen, die Abstimmung mit Ihren Betriebsabläufen – das ist unser Alltag seit vier Jahrzehnten.
Kostenlose Beratung zu Ihrem Projekt
Sie haben eine Reinigungsaufgabe, bei der konventionelle Methoden nicht funktionieren? Wir beraten Sie gerne, welches Verfahren für Ihre Anforderungen am besten geeignet ist — unverbindlich und kostenfrei.
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