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Fassadenreinigung: Wann braucht man eine Arbeitsbühne — und wann nicht?

Die teure Frage

Bei der Fassadenreinigung ist die Reinigung selbst oft nicht der größte Kostenfaktor. Der größte Kostenfaktor ist der Zugang: Gerüst, Hubarbeitsbühne, Steiger. Bei einem dreistöckigen Gebäude kann die Zugangstechnik mehr kosten als die eigentliche Arbeit.

Das wirft eine praktische Frage auf: Wann ist schweres Gerät wirklich nötig — und wann geht es auch anders?


Drei Wege nach oben

1. Gerüst

Das klassische Verfahren bei Fassadenarbeiten. Stabil, sicher, ermöglicht lange Arbeitsphasen. Aber: Auf- und Abbau dauern, die Kosten sind erheblich, und das Gerüst steht oft tagelang am Gebäude.

Sinnvoll bei: Umfangreichen Arbeiten, die mehrere Tage dauern. Kombination mit anderen Fassadenarbeiten (Anstrich, Sanierung). Gebäude, bei denen der Zugang von unten nicht möglich ist.

2. Hubarbeitsbühne / Steiger

Flexibler als Gerüst, schneller einsatzbereit. Die Bühne fährt an, die Arbeit beginnt. Aber: Braucht Aufstellfläche, verursacht Mietkosten pro Tag, und bei größeren Fassadenflächen muss sie mehrfach umgesetzt werden.

Sinnvoll bei: Mittleren Höhen mit guter Zugänglichkeit. Punktuellen Arbeiten an einzelnen Fassadenabschnitten. Situationen, wo Gerüstaufbau unverhältnismäßig wäre.

3. Teleskopsystem

Reinigung vom Boden aus mit verlängerbaren Stangen. Heißwasser und Hochdruck werden durch das System nach oben geführt, der Bediener bleibt unten. Keine Mietkosten für Zugangstechnik, keine Absperrungen für Aufstellflächen.

Sinnvoll bei: Freien Fassadenhöhen bis etwa 10 Meter. Regelmäßiger Unterhaltsreinigung. Situationen, wo Bühnenaufstellung schwierig oder teuer wäre.


Was das Teleskopsystem kann — und was nicht

Gut geeignet für:

  • Glatte bis leicht strukturierte Fassaden (Putz, Klinker, Glas, Metall)
  • Regelmäßige Verschmutzung (Staub, Algen, Straßenschmutz, leichter Bewuchs)
  • Flächen ohne starke Vor- und Rücksprünge
  • Gebäude mit freiem Zugang zur Fassade

Weniger geeignet für:

  • Stark strukturierte Fassaden mit tiefen Fugen oder Ornamenten
  • Hartnäckige Verschmutzungen, die mechanische Nacharbeit brauchen
  • Fassaden mit vielen Hindernissen (Balkone, Vordächer, Installationen)
  • Höhen über 10 Meter

Nicht geeignet für:

  • Arbeiten, die Handkontakt erfordern (Reparaturen, Anstrich)
  • Empfindliche historische Oberflächen, die kein Hochdruck vertragen (hier kommt das Vakuumstrahlverfahren zum Einsatz)

Die Kostenfrage konkret

Ein Beispiel: Fassadenreinigung an einem dreistöckigen Bürogebäude, Fassadenhöhe 9 Meter, keine besonderen Hindernisse.

Mit Hubarbeitsbühne:

  • Anlieferung und Abholung
  • Mietkosten pro Tag
  • Bedienerqualifikation (oder Einweisung)
  • Aufstellfläche muss frei und tragfähig sein

Mit Teleskopsystem:

  • Anfahrt, Arbeit, Abfahrt
  • Keine zusätzliche Technik vor Ort
  • Keine Absperrungen nötig

Der Unterschied liegt nicht bei zehn Prozent. Er kann bei fünfzig Prozent liegen — je nach Fassadengröße und örtlichen Bedingungen.


Wann sich welches Verfahren rechnet

SituationEmpfehlung
Einmalige Grundreinigung, stark verschmutztBühne oder Gerüst — gründliche Arbeit braucht Nähe
Regelmäßige Unterhaltsreinigung, moderate VerschmutzungTeleskopsystem — wirtschaftlicher bei Wiederholung
Kombination mit Anstrich oder SanierungGerüst — ohnehin nötig für die Folgearbeiten
Schwierige Aufstellbedingungen (Innenhof, enge Straße)Teleskopsystem — braucht nur Wasseranschluss
Punktuelle Reinigung einzelner AbschnitteBühne — flexibler als Gerüst, präziser als Teleskop
Historische Fassade, kein Hochdruck erlaubtBühne + Vakuumstrahlen — schonend, aber mit Zugang

Fazit

Die Frage ist nicht, ob eine Fassade gereinigt werden kann. Die Frage ist, wie der Zugang wirtschaftlich gelöst wird. Bei freien Fassaden bis 10 Meter Höhe spart das Teleskopsystem erhebliche Kosten. Bei komplexeren Situationen führt kein Weg an Bühne oder Gerüst vorbei.

Die richtige Antwort hängt vom Gebäude ab, nicht vom Verfahren.

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