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Raumklima in der Produktionshalle: Was Filter und Heizlüfter damit zu tun haben

Das unsichtbare Problem

In Produktionshallen denkt man bei "Raumklima" selten an Luftqualität. Zu warm, zu kalt — das fällt auf. Aber die Luft selbst? Die atmen alle ein, ohne darüber nachzudenken.

Dabei entscheiden ein paar technische Komponenten darüber, was in dieser Luft ist: Hallenheizlüfter, Lüftungsanlagen, Maschinenfilter. Wenn diese Systeme vernachlässigt werden, verändert sich die Luftqualität — schleichend, aber messbar.


Drei Komponenten, die das Raumklima bestimmen

1. Hallenheizlüfter

Warmluft-Lufterhitzer und Heizgebläse wälzen die Hallenluft um. Was dabei durch die Geräte geht, verteilt sich im Raum. Wenn die Filter verschmutzt sind — oder gar nicht vorhanden — wird Staub aufgewirbelt statt gefiltert.

Was passiert bei Vernachlässigung: Staubbelastung steigt, Mitarbeiter klagen über trockene Schleimhäute oder Atemwegsreizungen, feine Partikel setzen sich auf Maschinen und Produkten ab.

2. Lüftungsanlagen

Zuluft, Abluft, Umluft — Lüftungssysteme sollen für Frischluft sorgen und belastete Luft abführen. Das funktioniert, solange die Filter durchlässig sind. Verstopfte Filter reduzieren den Luftdurchsatz; die Anlage kompensiert mit höherer Leistung oder die Luftqualität sinkt.

Was passiert bei Vernachlässigung: Energieverbrauch steigt, Luftwechselrate sinkt, in Extremfällen entsteht Unterdruck (Zugluft an Türen) oder die Anlage schaltet ab.

3. Maschinenfilter

CNC-Maschinen, Bearbeitungszentren, Emulsionsbecken — überall entstehen Partikel, Dämpfe, Aerosole. Maschinenfilter fangen diese ab, bevor sie in die Hallenluft gelangen. Je nach Prozess sind das Metallstaub, Ölnebel, Kühlmittelemulsionen.

Was passiert bei Vernachlässigung: Dämpfe treten unkontrolliert aus, Ölfilm legt sich auf Oberflächen, Mitarbeiter an benachbarten Arbeitsplätzen sind belastet.


Der Zusammenhang mit Energiekosten

Verschmutzte Filter haben einen direkten Effekt auf den Energieverbrauch:

  • Heizlüfter: Reduzierter Luftdurchsatz bedeutet längere Laufzeiten für dieselbe Wärmeleistung.
  • Lüftungsanlagen: Höherer Widerstand im System erfordert höhere Ventilatorleistung.
  • Maschinenfilter: Verstopfte Absaugung führt zu Wärmestau an der Maschine.

Die Mehrkosten sind selten spektakulär — ein paar Prozent hier, ein paar dort. Aber über ein Jahr und mehrere Anlagen summiert sich das.


Was regelmäßige Wartung umfasst

Eine systematische Filterwartung folgt einem einfachen Ablauf:

  1. Sichtprüfung: Zustand der Filtermedien, Verschmutzungsgrad, Beschädigungen
  2. Reinigung: Entstauben, bei Bedarf Tiefenreinigung mit Trockendampf (besonders bei Öl- und Emulsionsfiltern)
  3. Wechsel: Filtermedien ersetzen, wenn Reinigung nicht mehr ausreicht
  4. Entsorgung: Fachgerechte Entsorgung alter Filter, besonders bei kontaminierten Medien

Bei Hallenheizlüftern kommt die Reinigung der Wärmetauscher hinzu — Staubablagerungen reduzieren die Wärmeübertragung.


Wann der richtige Zeitpunkt ist

Feste Intervalle (alle 6 Monate, jährlich) sind ein Anfang. Besser ist eine Orientierung am tatsächlichen Bedarf:

  • Nach staubintensiven Phasen: Umbauarbeiten, Sonderproduktionen, saisonale Schwankungen
  • Bei erkennbaren Signalen: Höherer Energieverbrauch, veränderte Geräusche, sichtbare Ablagerungen
  • Im Rahmen von Wartungsstillständen: Wenn die Produktion ohnehin steht, Filter gleich mit erledigen
  • Vor Audits: HACCP, IFS oder Kundenaudits prüfen auch die Lufthygiene

Fazit

Raumklima in der Halle ist kein Komfortthema, sondern ein Betriebsthema. Filter und Heizlüfter bestimmen, was in der Luft ist — und was das den Betrieb kostet. Wer diese Systeme regelmäßig wartet, schützt Mitarbeiter, spart Energie und vermeidet Überraschungen beim nächsten Audit.

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